Praktiker*innen der sozialen Arbeit, Theatermacher*innen, Vermittler*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen, Sänger*innen, Performer*innen und natürlich alle junge Menschen die selbst an Theater interessiert sind
FR, 19.06.2026 17:00 - SO, 21.06.2026 14:00
Musikakademie Rheinsberg , Remise am Schloss Rheinsberg
Nachwuchsförderung, Musiktheater & Bühne, Kulturelle Vielfalt & Teilhabe
48,00€ inkl. Tagesverpflegung & freiwilligem Kostenbeitrag von 0,00 €73,00€ inkl. Tagesverpflegung & freiwilligem Kostenbeitrag von 25,00 €88,00€ inkl. Tagesverpflegung & freiwilligem Kostenbeitrag von 40,00 €123,00€ inkl.Tagesverpflegung & freiwilligem Kostenbeitrag von 75,00 €148,00€ inkl. Tagesverpflegung & freiwilligem Kostenbeitrag von 100,00 €Die angegebenen Preisstufen enthalten die Tagesverpflegung mit Mittagessen, Kaffeepause und Abendessen sowie einen frei wählbaren zusätzlichen Kostenbeitrag zur Unterstützung der Durchführung des Symposiums. Übernachtung und Frühstück sind nicht enthalten. Wenn Sie eine Übernachtung im Gästehaus der Akademie benötigen, geben Sie dies bitte im Rahmen der Anmeldung an.
Fragen zu Unterkunft, Verpflegung und Rechnungslegung:
Birgit Gabel, Viola Wangler
gaeste@musikkultur-rheinsberg.de
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Theater der Vielfalt – Junges Musik|Theater für ALLE Die Bundesakademie für junges Musiktheater lädt zum dreitägigen Symposium „Loud & Relaxed – Inklusives junges Musiktheater“ nach Rheinsberg ein.
Wir freuen uns auf Euch und auf ein vielfältiges Programm mit Workshops, Fachpanels, gemeinsamen Mahlzeiten sowie Zeit im Gästehaus der Musikkultur Rheinsberg, am See und im Schlosspark – intensiv und zugleich entspannt – gemeinsam mit eingeladenen Künstler*innen und Akteur*innen.
Wir freuen uns über Tagesgäste! Anmeldung über: Leonie Rinze leonie.rinze@musikkultur-rheinsberg.de Programm - Was erwartet Euch? Hier das Programm als PDF!
Freitag 19.06
- Anreise und Check-in zwischen 15 – 17 Uhr - Begrüßung um 17 Uhr. Das Symposium beginnt mit einer Videobotschaft von Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, und wird im Anschluss mit einer Vorstellung Lyrik und Tanz KultIN-Koffer, eine Produktion der ELSTERWERKE Herzberg im Schlosstheater eröffnet.
Samstag 20.06. & Sonntag 21.06.
„Loud & Relaxed“: kürzer, dafür kontinuierlich Die unterschiedlichen Workshops und Programmangebote werden in mehrere Zeitslots unterteilt. So entstehen kürzere Praxiseinheiten, die jedoch einen fortlaufenden Prozess und Kontinuität ermöglichen – ebenso wie ausreichend Raum für Pausen.
Workshop 1 Mit drei Künstler*innen des mixed-abled POUR ENSEMBLE aus Wuppertal. Das interdisziplinär arbeitende Ensemble hat sich 2025 mit der Produktion „Orpheus und Eurydike“ intensiv mit der Oper von Christoph W. Gluck auseinandergesetzt und wird die Kunstform Oper weiter erforschen.
Workshop 2 Mit der Opernregisseurin Friederike Blum und Team, die gemeinsam mit Un-Label aus Köln in der Produktion „24 Hebel für die Welt – Berichte aus der Winterreise“ neue künstlerische Wege mit dem bekannten Liederzyklus von Franz Schubert gegangen sind, wird sich im Workshop erneut dem Material der „Winterreise“ widmen, gemeinsam mit Euch Musik und Text erforschen und experimentell arbeiten.
Dieser Workshop gibt praktische Impulse und Einblicke in eine Arbeitsweise, die nicht die Umsetzung eines vorgegebenen Werkes zum Ziel hat, sondern die Entwicklung einer neuen Form, die die Fähigkeiten und Interessen der Beteiligten widerspiegelt. Am Beispiel von Liedern aus Schuberts „Winterreise" wird erprobt und gemeinsam reflektiert: Wie lassen sich Barrieren – sprachliche, stilistische, musikalische, emotionale – als künstlerisches Material begreifen? Und wie kann Zugänglichkeit von Anfang an mitgedacht werden – nicht als Zusatz, sondern als gestaltendes Prinzip?
Workshop 3 und Textwerkstatt Mit dem Schauspieler und Filmregisseur Leonard Grobien. Außerdem wird im Pop-up-Kino in der Amtsstube der Musikkultur Rheinsberg eine Auswahl seiner Filme gezeigt.
Impuls-Spaziergang mit Nils Rottgardt (Access-maker) von Un-Lable Köln
Klangspaziergang mit Gunda Gottschalk (Pour Ensemble)
Panel 1: Mit der ersten Diskussion am Samstag eröffnen wir das Thema: „Künstlerische Entscheidungen treffen – gemeinsam, offen und neu“.
Panel 2: Die zweite Diskussion am Sonntag richtet den Blick von künstlerischen Absichten auf strukturelle Notwendigkeiten: „Theater der Vielfalt bedeutet, Räume zu schaffen“.
Der Fokus von „Loud & Relaxed – Inklusives junges Musiktheater“ liegt auf der künstlerischen Praxis: gemeinsam Erfahrungen machen, Zeit für Austausch und Reflexion haben; ein Sommercamp am See mit Theater & Tanz, Musik, Textwerkstatt, Diskussionen und Filmen.
In Kooperation mit der Fürst Donnersmarck-Stiftung und dem Seehotel Rheinsberg. Wir stellen ihnen gerne Zimmer im Gästehaus der Musikkultur Rheinsberg zur Verfügung. Die verschiedenen Buchungsmöglichkeiten finden sie bei der Anmeldung. Auch möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Musikkultur Rheinsberg ein barrierearmer Ort ist. Bitte geben Sie in der Buchung an welche Barrierefreiheitsbedarfe Sie benötigen, damit wir uns auf Ihren Besuch vorbereiten können.
Es ist vorgesehen, dass alle Mahlzeiten in der Kantine der Musikkultur Rheinsberg gemeinsam zu sich genommen werden. Bitte geben Sie an, ob Sie Allergien oder Unverträglichkeiten haben und welche Kost sie essen möchten. Die Kosten für 2x Frühstück, 2x Mittagessen, 1x Kaffee und Kuchen und 2x Abendessen betragen 48€ pro Person.
Auch möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir einen freiwilligen Beitrag für das Symposium “Loud & Relaxed” Kursbeitrag empfehlen. Sie können wählen zwischen: 0€, 25€, 40€, 75€, 100€.
Bei weiteren Fragen, oder dem Wunsch nach einem Tagesticket, wenden Sie sich bitte an: Leonie Rinze leonie.rinze@musikkultur-rheinsberg.de Projektmanagement & Öffentlichkeitsarbeit Vorbehaltlich der Gesamtfinanzierung.
Friederike Blum
BiografieFriederike Blum ist Regisseurin für Musiktheater. Sie studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Als Regieassistentin und Spielleiterin u. a. an der Bayerischen Staatsoper München vertiefte sie ihre Kenntnis des Opernbetriebs und assistierte Regisseur*innen wie Tatjana Gürbaca, Stefan Herheim, Frank Castorf, Kirill Serebrennikov, sowie Heiner Goebbels.
Als Regisseurin wurde sie 2023 mit dem Götz-Friedrich-Preis für ihre Inszenierung von Peter Eötvös' „Tri sestry" am Theater Hagen ausgezeichnet. Es folgten Produktionen wie „Salome" am Nationaltheater Weimar, „Frank und Bert" an der Bayerischen Staatsoper sowie „La Passion de Simone" an der Oper Köln und „Manon Lescaut" am Theater Heidelberg.
Parallel dazu erprobte sie mit den verschiedensten Kollaborateur*innen immer wieder neu, wie gemeinsam Musiktheater entstehen kann – mit professionellen Künstler*innen ebenso wie mit Laien. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten Benjamin Scheuer entstanden das Musiktheaterprojekt „Erinnerungsspiele“ – ein gemeinsam mit Kindern und Senioren entwickeltes Projekt – sowie das Langzeit-Musiktheaterprojekt „Das Orlando-Prinzip“. Mit Schüler*innen verschiedener Stadtteile Bremens entstanden die Musiktheaterprojekte „WegWeise“ und „WegWandel“. Und mit „24 Hebel für die Welt – Berichte aus der Winterreise" schuf sie zusammen mit Un-Label in Köln ein mixed-abled Musiktheaterprojekt.
Gunda Gottschalk
Violine, ViolaGunda Gottschalk spielt improvisierte und zeitgenössische Musik und bringt ihre Klangarbeit in Verbindung mit Tanz, Theater, Film, Komposition, Bildender Kunst und Literatur. 1994-2002 musizierte sie in diversen Bestzungen mit Peter Kowald, unter anderem während seines Projekts 365 Tage vor ORT und in Peter Kowalds global village Formation. Mit ihren Ensembles und als Solistin ist sie europaweit auf Festivals für zeitgenössische und improvisierte Musik vertreten und gastierte bereits in USA, Canada, Russland, Mongolei, China, Myanmar und Kamerun. Sie ist die Initiatorin diverser Großprojekte: sounds of shanghai Orchesteraustausch China-Deutschland 2013, Musiktheater die 10 Gebote des Clowns für Streichensemble Posaune , Schlagzeug, Tänzer, Clowns und Schauspieler 2018, 2 große partizipative Opern mit den Wuppertaler Bühnen und 140 Kindern und Jugendlichen aus Wuppertal (2017 und 2020). Ihr inszeniertes Konzert Post Babel mit 9 Aktuer:innen wurde im Juni 2021 im Deutschlandfunk ausgestrahlt. 2023 realisierte sie die Live-Vertonung des Hörspiels „Die Zikaden“ 2023 von Ingeborg Bachmann mit Mandolinenorchester Schauspieler:innen und Improvisationsensemble. Ihr neustes Projekt „Buddha Symphony“ in Kooperation mit Musiker:innen aus Indien und Sizilien ist nun in Vorbereitung. In NRW belebt sie die Szene durch diverse Aktivitäten: Konzerte mit Partita Radicale, die inklusive Theaterkompanie POUR ENSEMBLE, die Reihe soundtrips NRW, die Programmgestaltung im „ORT“ der Peter Kowald Gesellschaft und das alle zwei Jahre stattfindende Future Now Festival.
Leonard Grobien
BiografieLeonard Grobien machte 2018 seinen ersten Film GLASKNOCHEN, eine autobiografische Kurzdokumentation. Während seines Drehbuchstudiums an der Ifs Köln realisierte und schrieb er fünf Kurzfilme und weitere Konzepte und Drehbücher für Langfilme. Mit seiner Produktionsfirma Aura Film realisiert er kurze, lange Filme und Werbung. Er ist als Co-Creator Teil des Writers Rooms des MOIN Nest geförderten Serienprojekts CRIPS, schrieb für das Online Format Fun Facts und wirkte als Co-Autor bei der ZDF-Serie WTF IS JULE? mit. Außerdem spielte er in Theaterstücken am Theater an der Ruhr, wie im Schauspielhaus Wien mit und war Teil von mehreren Stückentwicklungen. Als Schauspieler ist er in Filmen und auf der Bühne aktiv.
Nils Rottgardt
BiografieNils Rottgardt studierte Kulturarbeit in Potsdam, Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und ist gelernter Heilerziehungspfleger. Durch eine chronische Erkrankung gilt er als Mensch mit Behinderung. Als Produzent, Kurator und Künstler kreuzen immer wieder unterschiedliche urbane Brachen wie alte Gaswerke, Schwimmbäder, Fabrikhallen etc. seinen Weg für die er freiberuflich spartenübergreifende und nachhaltige Kunst- und Kulturprojekte entwirft und realisiert. Seit 2014 fokussiert er die Schnittstelle von Inklusion und Kultur. 2018 begann er im Rahmen des europäischen Forschungsprojekt Impart seine Zusammenarbeit als Regisseur und Berater mit Un-Label. Dieses Projekt lenkte das Hauptaugenmerk seiner Arbeit auf die Erforschung des künstlerischen Verfahrens Aesthetics of Access in unterschiedlichen Genres. Von 2016 bis 2022 war er Mitgründer und CEO der auf inklusive Medien- und Filmprojekte spezialisierten Produktionsfirma Leib+Seele Produktionen in Köln. Als Initiator und Creative Producer, gründete und leitete er von 2020-22 drei Ausgaben des inklusiven spartenübergreifenden Produktionsfestivals RoboLAB in Odonien, Köln. Im Jahr 2023 übernahm er die künstlerische Leitung von Un-Label und realisierte dort gemeinsam mit dem Team von Un-Label das erste internationale Residenzprogramm für Künstler*innen mit Behinderung im Un-Label Studio, mixed-abled Theaterprojekte sowie diverse Projektkooperationen mit künstlerischen Hochschulen zum Thema Aesthetics of Access. In 2020 wurde er für seine Arbeit mit creativ.NRW (mit Freischimmer e.V.) ausgezeichnet und 2024 erhielt er den Preis für transformatives Lehren und Lernen der TH Köln (mit Un-Label e.V.). Seit 2022 ist er Jurymitglied des Beirats des Kulturamts der Stadt Köln im Referat "Kultur als Akteur der Stadtgesellschaft - kulturelle Teilhabe". Für seine Arbeit wurde er unter anderem
Kenji Takagi
BiografieKenji Takagi ist freischaffender Tänzer, Choreograf und Pädagoge. Von 2001 bis 2008 war er Ensemblemitglied beim Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Er erhielt den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ für herausragende darstellerische Leistung im Tanz. Kenji hat zeitgenössischen Tanz unter anderem bei ImPulsTanz Wien, an der Folkwang Universität der Künste, am Conservatoire National Superieur de Paris, am École de danse contemporaine de Montréal und bei Movement Research, New York unterrichtet. Als Darsteller und Choreograf wirkt Kenji zuletzt insbesondere in spartenübergreifenden Kontexten. Seit 2018 ist er Mitglied der Wuppertaler mixed-abled Kompanie „Pour-Ensemble“.
Lioba Ullrich
BiografieLioba Ullrich tanzte bei der Gruppe "integrativer tanz" in Wuppertal und wirkte dort bei verschiedenen Tanztheaterproduktionen mit. 2018 ergänzte sie als Tänzerin das POUR ENSEMBLE im Stück „Ich bin ein Prinz_Normalität 3 bis 5“. Sie wohnt in Wuppertal und arbeitet bei der Lebenshilfe Wuppertal.
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